Selektive Wahrnehmung

Seit ihren Unfall lassen wir unsere Ruby nur ungern allein zu Hause. Bei der Verteilung der Jobs habe ich mich freiwillig gemeldet und das Einkaufen am Samstag übernommen. So fuhr ich also auch heute zum Supermarkt meines Vertrauens.

Nachdem ich alles beisammen hatte, ging ich zur Kasse. Dort bezahlte ich artig und bekam zusätzlich zum Kassenzettel noch einen Gutschein über 10 Euro in die Hand gedrückt. “Oh, schön” sagte ich, “wie das?”. “Na, das ist unsere aktuelle Aktion” antwortete die Kassiererin. “Bei jedem Einkauf über 100 Euro bis zum heutigen Samstag bekommt man einen 10 Euro Gutschein. Haben sie die Poster nicht gesehen?”

Ich schaute mich um. Tatsächlich, überall hingen große Poster mit einer riesengroßen 10 und dem Wort “Gutschein”. Auch draußen auf dem Parkplatz waren sie zahlreich vertreten. Und kein einziges war mir aufgefallen.

Ich gehöre offensichtlich zu den Leuten, die unbewußt Werbung bereits selektiv ausblenden1. So gut, wie das vielleicht auch klingen mag, in diesem Fall hätte ich ohne etwas Glück in die Röhre geschaut: Mein Einkauf betrug 102,27 Euro.


  1. Bei einem technischen Gadget wäre das natürlich ganz anders ;)  

Wir haben uns erlaubt…

Als ich gestern mein Auto am Münchner Flughafen parkte, fiel mir ein BMW mit Plastikfolie über dem Fahrerfenster auf. “Hm, offensichtlich ohne Scheibe” dachte ich, und “ziemlich mutig, so zu parken”. Beim näheren Hinsehen sah ich eine Nachricht in Plastikhülle unter den Scheibenwischer geklemmt. Ich konnte meine Neugierde nicht zügeln und las folgendes:

Hallo, Sie haben Ihr Autofenster stehen lassen [...] haben wir uns wegen des ständigen Regens erlaubt, dieses mit Folie notdürftig zu verschließen.

Es gibt also doch noch nette Menschen :)

Urlaub auf Lanzarote 2012

Seit fast zwei Wochen sind wir nun zurück von unserem Urlaub auf Lanzarote. Wir hatten uns wieder in einer Villa eingemietet, diesmal aber nicht in Playa Blanca wie beim letzten Mal, sondern in Tias.

Das Wetter war absolut fantastisch und wir hatten eine super Zeit. Die zwei Wochen vergingen leider viel zu schnell, aber der nächste Urlaub kommt bestimmt.

80 Kilometer. 25 Kilogramm. Ein Mann.

Sogenannte “Challenges” sind in England eine übliche Vorgehensweise, um Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Man sucht sich eine, meist körperliche, Herausforderung wie z. B. eine Bergbesteigung und versucht dann “Sponsoren” für seine Sache zu gewinnen. Deren finanzielle Beteiligung wird, falls nötig, teilweise in die notwendige Ausrüstung gesteckt, während der überwiegende Rest dem eigentlichen Zweck zugeführt wird, dem einer Spende. Jeder kann als Sponsor agieren, wer auch immer etwas beisteuern möchte.

Nach seiner schweren Operation an der Wirbelsäule im letzten Jahr beschloß Lindas Sohn Andrew vor ein paar Wochen sich so einer Herausforderung zu stellen. Er besuchte schon immer regelmäßig Fitnessstudios und trainierte deswegen so bald es ihm die Ärzte wieder erlaubten. Allerdings wollte er es sich nicht zu leicht machen.

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